Fachgruppe Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe

„Wir müssen uns öffentlich äußern!“

Veranstaltungsreihe „Das Politische im Pädagogischen“

„Wir müssen uns öffentlich äußern!“

„Das Beharren auf Fachlichkeit ist [damit] nicht nur ein berufspolitischer, sondern ebenso ein sozialpolitischer Widerstands-Akt.“ (Mechthild Seite, 2021)

Als Teil der Veranstaltungsreihe „Das Politische im Pädagogischen“ (eine Kooperation mit dem Verband Kinder- und Jugendarbeit, der Interessenvertretung Offene Arbeit und dem ver.di AK AntiRa) diskutierten am Freitag, den 29.10.21, über 30 Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedensten Bereichen der Sozialen Arbeit und Erziehung zum Thema: „Wir müssen uns öffentlich äußern!“

Auf der Veranstaltung haben sie sich mit der fachlichen Notwendigkeit, sich öffentlich-politisch einzumischen und den damit verbundenen Hindernissen und Möglichkeiten in einem Arbeitsverhältnis auseinandergesetzt.

Um uns die Widersprüche, die im Arbeits-Alltag dabei erlebt werden, bewusster zu machen, hatten wir zwei Referent*innen eingeladen:

  • „Soziale Arbeit ohne Einmischung? Unprofessionell!“ war der Titel des Inputs von Elke Alsago, ver.di Referentin für Fach- und Berufspolitik Sozialer Arbeit.
  • Max Gussone, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht, beleuchtete anschließend die rechtlichen Rahmenbedingungen in einem Arbeitsverhältnis: „Wir müssen uns öffentlich äußern! Und das Arbeitsverhältnis?“

Die Präsentationen der beiden Impulsreferate stehen hier zum Download bereit.

Den Abschluss bildeten Fallbeispiele von kritisch-engagierten Kolleginnen und Kollegen, sowie ein gemeinsamer Austausch. Zentrale Handlungsmöglichkeiten aus der Diskussion waren:

  • Gegen Vereinzelung, Individualisierung und Konkurrenz hilft das Organisieren und Vernetzen: In Solidarität gemeinsam widerständiges Handeln üben und entwickeln.
  • Eine Möglichkeit, auch zur Äußerung und Entwicklung politischer Haltung ist die ver.di Mitgliedschaft und z.B. das Mitarbeiten in der Fachgruppe Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe oder bei dem ver.di Arbeitskreis AntiRa.
  • Die Veranstaltungsreihe selbst begreifen wir als einen wichtigen Schritt der Vernetzung, der gemeinsamen Positionsbildung und des Einmischens – deswegen wollen wir diese Kooperation, die seit September 2021 unter großem Interesse begonnen wurde, unbedingt weiterführen.
  • Wir wollen die Veranstaltung im Jahr 2022 als physisches Treffen wiederholen, um noch weiter Handlungsmöglichkeiten zu erörtern.